Generationen im Gespräch in Düren geht weiter

Alt und Jung haben in der Generationen-Werkstatt und im darauffolgenden Arbeitstreffen spannende Projektideen für ein gutes Miteinander in Düren entwickelt: Ein Park soll zum gestalteten Treffpunkt für alle Generationen werden. Und die Teilnehmenden wollen Kommunalpolitik zu einem gemeinsamen Anliegen von Alt und Jung machen.

 

 

In Düren geraten die Generationenbeziehungen in Bewegung. 2021 haben in Düren zwei weitere Workshops von Generationen im Gespräch stattgefunden, in denen jüngere und ältere Teilnehmende gemeinsam an Ideen gearbeitet haben, ihre Stadt zu einem attraktiven Ort für alle Generationen zu machen. Jetzt arbeiten kleine Gruppen von Teilnehmenden an der Umsetzung der Projektideen selbstständig weiter. Die Entwicklung passt genau zu den Zielen von Generationen im Gespräch: Die Teilnehmenden entwickeln konkrete Strategien und Lösungen für lokale Herausforderungen der Generationendistanz und finden neue Formen des eigenständigen Engagements. Drei Projektideen sind dabei in Düren entstanden:

Die Kommune Düren plant die Umgestaltung des Holzbendenparks. Der Park liegt an einer Wohnanlage für Senior*innen und Menschen mit Behinderung. Hier soll ein inklusiver Ort für die Bedürfnisse aller Generationen entstehen. Mit Generationen im Gespräch haben wir jüngere und ältere Bürger*innen mit Vertreter*innen der Stadt Düren zusammengebracht, um Ideen für die Parkgestaltung zu entwickeln. Das Ergebnis der Arbeitsgruppe ist ein Kommunikationskreis, der jetzt im Holzbendenpark umgesetzt werden soll: Mehrere kleine, ergonomisch geformte Bänke in bunten Farben stehen sich im Kreis gegenüber. Der Kommunikationskreis soll ein zentraler Treffpunkt werden für alle Generationen und zum Austausch einladen. Mit Generationen im Gespräch entsteht in Düren damit ein neuer öffentlicher Ort, der vom gemeinsamen Engagement der Jungen und Älteren getragen wird.

Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche gemeinsamen politische Interesse Jung und Alt haben. Die Teilnehmenden sind zu dem Schluss gekommen, dass mehr gemeinsame politische Teilhabe nötig ist. Kommunalpolitik soll in generationenübergreifender Bürgerbeteiligung entwickelt werden. Eine Gruppe möchte dafür bestehende Gremien in der Kommune generationenübergreifend öffnen. In einem neu geschaffenen Forum sollen Themen für Generationengerechtigkeit diskutiert werden. Die Ausarbeitung des detaillierten Konzepts und die Umsetzung des Forums – mit der Abstimmung im Stadtrat – sind die nächsten Schritte in Düren.

Unter der Thematik „Ich helfe dir – du hilfst mir – wir helfen uns“ entwickelt eine weitere Gruppe Ideen für mehr gegenseitige Unterstützung. Dabei ist ein Perspektivwechsel wichtig: Hilfe ist keine einseitige Handlung, sondern basiert auf Partnerschaft auf Augenhöhe und auf Selbstorganisation. Die Einrichtung einer Patenbörse für beispielsweise Unterstützung im Umgang mit digitalen Geräten bis hin zur gemeinsamen Organisation kleinerer Veranstaltungen, entspricht genau diesen Zielen für niedrigschwelliges bürgerschaftliches Engagement.

In Düren beginnt nun die Arbeit an der Umsetzung der Projekte. Im Juni wird es mit Generationen im Gespräch einen weiters Treffen geben, um die Ergebnisse vorzustellen.

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